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Seide


Seide ist ein Naturprodukt und heute genauso beliebt wie früher. Das Ursprungsland ist China. Nach Europa gelangte die Seide erst gegen 552 n. Ch., über Byzanz nach Italien und Frankreich. Dort wurden die ersten Seidengewebe in Europa hergestellt.

Bei der Seidenherstellung werden die Fäden aus den Kokons gewonnen, in den sich die Zuchtraupen einspinnen. Diese Seide heißt Maulbeerseide (Zuchtseide). Ein Kokon enthält ca. 800 m Seidenfaden. Diese Kokons sind unbeschädigt und man gewinnt daraus eine hochwertige Seide. Für die weitere Verarbeitung werden die Raupen in den Kokons abgetötet. Dann wird in einer seifenartigen Lauge der Seidenleim aufgelöst. Mehrere einzelne Fäden der Kokons werden durch Abhaspeln zu einem Seidenfaden zusammengefasst. Aus diesen Seidenfäden wird dann später das Garn für die Seidenstoffe gesponnen.


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Mit dem Stoff Seide verbindet man Begriffe, wie edles Gewebe, ein Hauch von Luxus. Sie ist glatt, weich, geschmeidig im Griff, hat eine hohe Festigkeit, sowie eine hohe Feinheit und knittert kaum. Die Feuchtigkeitsaufnahme beträgt bis zu 30 %. Weiterhin besitzt Seide die Eigenschaft, im Sommer zu kühlen und im Winter zu wärmen. Auch die Brillanz der Farben ist sehr hoch.
Durch ihre tollen Eigenschaften hat sich die Seide zu einem idealen Stoff in der Textilindustrie entwickelt.

Im Bereich der Bekleidung werden aus Seidestoffen Blusen, Kleider, hochwertige Damenunterwäsche, Jacken und Hemden hergestellt. Aber auch klassische Accessoires wie Tücher, Schals und Krawatten bestehen aus Seide. Seidenstoffe sind in vielen Farben, Mustern sowie Preisklassen erhältlich. Hier findet auch jeder seinen ganz individuellen Stoff zum Nähen. Bei Seide gibt es z. B. die Qualitäten Georgette oder Cr�pe de Chine.

Bei den Heimtextilien sind Bettwäsche und Bettdecken aus Seide. Neben Textilien aus reiner Seide werden heute auch welche in Mischungen mit Natur- bzw. Synthetikfasern hergestellt.
Um lange Freude an Textilien aus Seide zu haben, empfiehlt es sich, diese in Handwäsche mit Feinwaschmittel zu waschen. Im letzten Spülgang kann ein Teelöffel heller Essig mit hineingegeben werden; denn das frischt die Farben auf. Chemische Reinigung ist möglich. Seide sollte nicht ausgewrungen werden, da sie nass sehr empfindlich ist. Das Bügeln erfolgt von links, bei niedriger Temperatur (Stufe 1). Dabei sollte die Seide noch leicht feucht sein. Starke direkte Sonneneinstrahlung bei Seidenstoffen ist zu vermeiden, da die Farben sonst verblassen und die Seide vergilbt.


Siehe dazu auch: Stoffe Stricken Wolle Leinen Filz Baumwolle Satin Cord Spitze Fleece Dekostoffe Stretch Gardinenstoffe Scheren Burda Schnittmuster Sockenwolle Reißverschluss Schurwolle Stoffversand