Filz


Filz ist ein sehr weiches Gewebe, dabei sehr fest und stabil, je nach Qualität des Filzes. Ein Filzgewebe entsteht durch die Tätigkeit Filzen. Man kann nass oder trocken Filz herstellen. Beim Nassfilzen wird ohne Nadel gearbeitet, dafür mit Wasser und Seife. Die Filzwolle verfilzt durch das heiße Wasser, dabei wird sie hin und her bewegt. Zunächst sind diese Bewegungen sanft, später wird die Wolle stärker bewegt. Nassfilzen ist die ursprüngliche Herstellung von Filz, lange bevor das Trockenfilzen mit Nadel in Mode kam.


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Beim Trockenfilzen beispielsweise arbeitet man mit Filzfasern, einer Filznadel und einer entsprechenden Form. Die Fasern werden auf eine feste Unterlage gelegt und mit der Nadel bearbeitet, indem man in sie hinein sticht. Dieses Einstechen wiederholt man so lange, bis ein paar Fasern miteinander verknüpft worden sind. Durch die spezielle Beschaffenheit der Nadel mit einem Haken werden die einzelnen Filzfasern miteinander verwoben. Je mehr man nun die Fasern bearbeitet, umso dichter wird das erhaltene Gewebe.

Mit dem erwähnten Trockenfilzen lassen sich z. B. Anhänger für Weihnachtsbäume basteln. Filz findet sich in der Bekleidungsindustrie vorwiegend in der Herstellung von Hüten oder Pantoffeln. Auch in der Autoindustrie kommt Filz zum Einsatz, zum Beispiel als Innenraumverkleidung. Als Auslegeware wird so genannter Nadelfilz verwendet. Aber auch Taschen und Accessoires werden aus Filz hergestellt. Dekorative Gegenstände, wie Blätter und Blüten kann man ebenfalls filzen. Vom einfachen Basteln mit Filz bis zu anspruchsvollen, technischen Einsatzzwecken hat sich Filz schon seit Jahrhunderten bewährt. Wohl keine andere Werkstoffgruppe weist ein derart breites Eigenschafts- und Anwendungsspektrum auf, wie der Filz.


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